Alles hat seine Zeit, und die Hauptsache ist, dass man mit Gott Schritt hält.

Dietrich Bonhoeffer

Geschichte

 

Wo kommen wir her?
Die Diakonissenanstalt EMMAUS entstand 1866 auf dem Boden der Herrnhuter Brüdergemeine (Brüder-Unität). Der Gründer, Hermann Plitt, der gleichzeitig das Theologische Seminar der Brüdergemeine in Gnadenfeld / Oberschlesien leitete, sah sich durch die soziale Not seiner Zeit veranlasst, Gott um eine Schwesternschaft zu bitten, wie Theodor Fliedner sie in Kaiserswerth gegründet hatte.

Vorbilder waren die Schwesternhäuser der Brüdergemeine. Dort führten Frauen ein gemeinsames Leben unter Gottes Wort, im Gebet und dem Dienst am Nächsten. Diesem Boden entstammt die ökumenische Offenheit: Unsere Mitarbeiterschaft und die »Emmausgemeinschaft« (Diakonissen und diakonische Schwestern und Brüder) vereinigen Mitglieder verschiedener christlicher Kirchen.

Diakonissen arbeiteten in der Krankenpflege, der Gemeindepflege, der Kinderarbeit und in verschiedenen Arbeitsfeldern der Mission. Von Anfang an spielte Bildungsarbeit in EMMAUS eine bedeutende Rolle.

Die Fahne von Emmaus mit der Taube vom Kaiserswerther Verband - präsentiert vom Hausvorstand und Gärtner

1866 am 6. Mai weiht Pfarrer Hermann Plitt in Gnadenfeld/Oberschlesien das 1. "Heinrichsstift" ein, das von den Schwestern Auguste Tichy und Luise Trespe geführt wird
1870 das 2. "Heinrichsstift" wird eingeweiht
1876 die dritte Schwester tritt ein; von da an wächst die Schwesternschaft kontinuierlich
1880 die erste Diakonisse reist zum Dienst in die Missionsgebiete nach Jerusalem ins Aussätzigenasyl
1883 Einweihung von "EMMAUS" ("Klein-Emmaus") als neues Mutterhaus in Niesky; Gnadenfeld mit dem "Heinrichsstift" wird zur Filiale
1896 52 Schwestern arbeiten in 7 Krankenhäusern, 10 Gemeindepflegen, Kleinkinderschulen und Einrichtungen der Herrnhuter Brüdergemeine
1898 Ausreise der ersten Diakonissen nach Suriname, um dort im Aussätzigenasyl zu arbeiten
1900 Einweihung des neuen "EMMAUS" (Krankenhaus)
1907 Bau des Hauses "Waldheim" für Schwestern und eine Kleinkinderschule
1920 das Kreiskrankenhaus in Niesky wird geschlossen;
EMMAUS übernimmt die Patienten und das Inventar für das "Heidehaus"; die Häuser "Abendfrieden" und "Pilgerruh" werden Altenheime
1929 das Haus "Plitt" wird gekauft
1945 Flucht von Niesky nach Ebersdorf;
Gnadenfeld und die schlesischen Dienstorte gehen verloren
1946 EMMAUS zieht wieder nach Niesky
1953 das Haus "Abendruhe" wird als Altenheim eingerichtet
1981 EMMAUS übernimmt das "Zinzendorfheim"
1992 Gründung einer eigenen Medizinischen Berufsfachschule; Übernahme des Kindergartens und der Kinderkrippe vom Waggonbau Niesky
1993 Einweihung des neuen Mutterhauses in Niesky; Einweihung der neuen Zentralküche und der Cafeteria
1995 Einweihung des neuen Krankenhauses und der neuen Kapelle
1997 EMMAUS wird Träger der Evangelischen Berufsfachschule für Altenpflege in Bautzen
1999
der Ambulante Hospizdienst im Niederschlesischen Oberlausitzkreis nimmt seine Arbeit auf
2000 Einweihung des neuen Altenpflegeheimes "Abendfrieden" in Niesky, Schließung der vormaligen Heime "Abendfrieden“, "Zinzendorfheim" und "Heideland"
2003 die neu erbaute Kindertagesstätte "Samenkorn" wird eingeweiht
2007 das Krankenhaus erhält einen Computertomografen (CT)
2008

das Krankenhaus erweitert sein Leistungsspektrum um den Fachbereich Diabetologie;

Herausgabe eines Buches mit Lebensberichten unserer Diakonissen

2011 Umstellung auf digitales Röntgenverfahren
2012 Wiedereinweihung des Gästehauses "Kleine Residenz Baude"; Betreutes Wohnen im Diakonissenmutterhaus wird angeboten
2013 Teledoctor zur Behandlung von Schlaganfallpatienten wird angeschafft
2015 Fortführung der Stiftung Diakonissenanstalt EMMAUS ohne die Bereiche Krankenhaus, Medizinische Berufsfachschule und Physiotherapie
2016 die Diakonissenanstalt EMMAUS feiert ihr 150. Jubiläum, Einweihung des Gästehauses im Plittgarten
2017 Lutherjahr: Aufführung des Theaterstückes „Katharina Lutherin zu Wittenberg“ beim Freundestag
2018
9. Ostsächsischer Palliativ- und Hospiztag wird von der Diakonissenanstalt EMMAUS in Niesky ausgerichtet, Grundsteinlegung für den Bau eines stationären Hospizes mit 12 Plätzen
2019
20. Jubiläum des ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienstes, Eröffnung des stationären Hospizes